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Taxi Driver

Taxifahren in Shanghai ist ein ganz besonderes Abenteuer:

1. Das Abenteuer beginnt zumeist in einem deutschen Auto - dem VW Santana, der im Speziellen für den chinesischen Markt gebaut wurde. 

2. Der Fahrer ist mit einer großen Plasikhaube umgeben, die ihn vor Übergriffen zur Abendszeit schützen soll. Für den Beifahrer bleibt da häufig, bei stattlicher europäischer Bauweise (sprich mit einer riesen Wampe) nur die Möglichkeit zur Seite auszuweichen. Auf der Rückseite dieser überdimensionierten Suppenschüssel steht eine Liste von Gründe, wann das Taxi nicht bezahlt werden muss: rauchen während der Fahrt und aus dem Fenster spucken des Fahrers, der Taxifahrer kommt dem Wunsch nicht nach das Radio auszumachen (in einigen Fällen unbedingt angebracht). 

2. Anschnallen ist in den meisten Taxis auf der Rücksitzbank nicht möglich, da sie mit (weißen XO) Schonbezügen bedeckt sind. Das mag ja im ersten Moment nicht schlimm klingen, ABER im Hinblick auf die Fahrweise trägt dies nicht gerade zur eigenen Beruhigung bei

3. Die Kommunikation mit dem Taxifahrer erfolgt entweder über Zettel mit chinesischen Schriftzeichen, der Landkarte oder in Chinesisch. Mündlich ist aber vorteilhafter, da viele Taxifahrer nicht lesen können. Dennoch ist es ÜBERLEBENSWICHTIG einen Zettel mit seiner Anschrift dabei zu haben (ich spreche hier aus Erfahrung X)).

 4. Die Fahrweise der Taxifahrer ist in keinster Weise mit der in Deutschland vergleichbar. Es wird auf beiden Seiten überholt, rote Ampeln sind ein Fremdwort, häufig wird auch auf die Gegenfahrbahn ausgewichen, auch wenn diese stark befahren ist. Bei den zwei Radfahrunfällen, die ich bis jetzt gesehen habe, war jeweils ein Taxi involviert. Radarfallensensoren sind in fast jedem Auto eingebaut, deswegen spielen Geschwindigkeitsbeschränkungen auch keine große Rolle, wenn der Verkehr es denn mal zulässt. Außerdem ist vorausschauendes Fahren in China auch noch nicht angelangt. Springt eine Ampel auf rot, so muss erst einmal das Gaspedal voll durchgedrückt werde, um dann entsprechend 20 Meter später wieder voll in die Eisen zu steigen.

 Dies trifft natürlich nicht nur auf Taxifahrer zu, der überwiegende Teil der anderen Verkehrsteilnehmer ist auch davon betroffen

 5. Zugegen, das Abenteuer Taxifahrt ist relativ günstig, bei einem Basispreis von 11 RMB (1,1 &euro und langsam ansteigendem Fahrpreis kommt man eigentlich nur selten über 30 RMB,

 Wer die Herausforderung liebt und einen Überdruss auf den langweiligen deutschen Straßen verspürt, soll sich einfach in Shanghai als Taxifahrer bewerben Aber aufgepasst, die nächste Taxifahrt könnte die letzte sein!

31.10.06 16:30
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Petra / Website (31.10.06 22:50)
du passt aber auf dich auf, gell!!
Still watching you!
Gruß
Petra


Ann-Kathrin (8.11.06 18:38)
Das mit den Radarfallensensoren ist ja mal 'ne tolle Idee! Ansonsten schließe ich mich Petra an .

viele Grüße
Ann-Kathrin

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